Roger Peyrefitte Die Juden 1966 EA gebunden
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Beschreibung
Roger Peyrefitte Die Juden 1966 EA gebunden
Karlsruhe: Stahlberg, 1966. Zustand: Sehr gut. Erste deutsche Ausgabe. 688 S. Umschlag leicht berieben, sonst gutes Exemplar. - Der Autor: Geboren in einer wohlhabenden Familie aus Languedoc, besuchte er zunächst verschiedene Jesuiten- und Lazaristen-Kollegs und studierte später Sprachen und Literatur in Toulouse, bevor er in die elitäre École libre des sciences politiques eintrat. 1930 schloss er seine Studien als Bester seines Jahrgangs ab und begann 1931 seine diplomatische Laufbahn im französischen Außenministerium. Er war von 1933 bis 1938 Botschaftssekretär in Athen. Zurück in Paris unterbrach er aus persönlichen Gründen (oder wegen des Verdachts der Kollaboration) von Oktober 1940 bis Mai 1943 seine Arbeit für das Außenministerium. Seine Karriere wurde 1945 wegen der Anschuldigung der Kollaboration mit Nazi-Deutschland endgültig beendet. Er wurde allerdings 1962 rehabilitiert. In seinen oft kontroversen Werken legte er sich mit vielen Gruppierungen und Einzelpersonen an. Er machte weder vor seinen ehemaligen Arbeitgebern vom Quai d'Orsay noch vor der katholischen Kirche halt. Das brachte ihm viele Feinde, u. a. Marlene Dietrich, Françoise Sagan, André Gide und Henry de Montherlant. (aus Wikipedia). Zum Inhalt: Die Protagonistin des Romans ist Osmonde de N., eine 19jährige Studentin, die sich in Saul de Goldschild verliebt, ihn heiratet und zum Judentum übertritt. Eine wichtige Rolle spielt außerdem Osmondes Vormund, der Schriftsteller Georges Sarre, ein unermüdlicher Vorkämpfer gegen eine Welt der Vorurteile. Osmondes Schicksalsweg, Sarres Studien werden zum Ariadnefaden, der den Leser durch die weitverzweigten Kammern des Judentums führt. Was hier auf ihn einstürmt, ist ohne Beispiel in der Fülle des Materials, seiner Breite, seiner Frappanz. Wir werden Zeuge ausgedehnter leidenschaftlicher Diskussionen über heikelste Themen, beharrlicher Exkursionen durch scheinbar entlegenste Gebiete, besuchen die jungen Adepten der Rabbinerschulen, feiern dieBar-Mizwa des jungen chassidischen Eiferers Ascher Aronovitz, kehren ein in die intimsten Zirkel der Hocharistokratie, die verborgensten Gemächer klerikaler oder agnostisch-ideologischer Antisemiten, vernehmen erschütternde Schicksale so gut wie die süffisanten Bonmots aus der Hochfinanz. Kernstück jedoch sind Peyrefittes namenkundliche Überlegungen und Entdeckungen, die Fülle der Namen, die bis zur Gegenwart sowohl von Juden wie Nichtjuden getragen werden. Sie dienen Peyrefitte zu einem Umsturz der bisherigen Vorstellung einer genau umgrenzten jüdischen Minderheit (der Voraussetzung jedes Minderheitendenkens). Eine Unzahl »ungekannter Juden« (juifs inconnus) verbergen sich hinter scheinbar nichtjüdischen Namen als Folge einer pausenlossen Ver-sippung mit der Umwelt seit Jahrhunderten. Hier endlich öffnen sich Perspektiven, die nicht, wie alle bisherigen Betrachtungen über die Juden, in die Enge, in irgendeine Enge führen, sondern in die Weite einer echten Integration mit unserer eigenen Überlieferung. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 550.
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